Das Tier mit der roten Nase ist ein Rentier und kein Hase.
Hier noch ein Gedicht für Euch
Räuchermännchen
Es steht ein Räuchermännchen
vor einem Weihnachtstännchen.
Das Räuchermännchen ist in Not,
in Deutschland gibt’s das Rauchverbot.
Das Räuchermännchen denkt sich trotzig:
Wenn ich nicht rauchen darf, dann kotz’ ich!
Der Lebkuchen wird oft geschlachtet,
wenn es im Land bei uns weihnachtet.
Weil wir verfressen sind, hat eben
ein Lebkuchen ein kurzes Leben.
Der Mensch will, dass er zeitig stirbt,
weil langes Leben ihn verdirbt.
Somit beschert ihm seine Würze
die relative Lebenskürze.
Und frisst man ihn im Überschwang:
Lebt dann vielleicht der Fresser lang?
Den Nikolaus hat stockbesoffen
das Christkind einmal angetroffen.
Das Christkind sprach zum Nikolaus: “Lümmel,
du stinkst nach Rum und Schnaps aus Kümmel!
Sankt Nikolaus, ich bin empört,
weil das für dich sich nicht gehört!”
Der Niklaus lallte nur: “Mein Kind,
versuch von meinem Rum geschwind!”
Er holte aus der Manteltasche
den Rest vom Rum in einer Flasche.
Das Christkind schnüffelte am Rum
und fiel dann angesäuselt um.
Nach einer Weil war’s wieder wach
und gab dem Niklaus eins aufs Dach.
Es sagte ihm so richtig cool:
“Wer säuft, der lebt im Sündenpfuhl!
Pfui, Nikolaus, du hast gesündigt,
deshalb bist du sofort gekündigt!
Hau ab, und zwar mit flottem Schritt,
und nimm das Rentier bloß nicht mit,
denn schließlich hast du dieses Biest
bei uns im Himmel nur geleast!
Du bist für mich der größte Flop,
ein andrer kriegt jetzt deinen Job!”
Der Himmel stoppte sein Gehalt,
die Armut kam für ihn schon bald:
Kein Rum für ihn, nicht mal ein Bier,
denn er lebt nur noch von Hartz vier.